Leseprobe

»Ich rolle mich ein. Anders als Sonnenlicht, das Haut und Körpersinne öffnet, strickt mir die Bettwärme ein Jäckchen, das kokongleich jedes Außen fernhält. Vom Traum kleben lose ein paar letzte Bildfäden am Rand meiner Wahrnehmung. Mein Herzschlag klopft direkt ans Knie.

Kein Ozean weiß, wie man schwimmt.
Nie ging ein Weg sich selbst.
Jedes Tal sieht nur die Berge.

Die Scherben liegen überall. Bis zur Tür gewiss und darüber hinaus vielleicht. Wenn ich barfuß hineintrete, knirschen sie nicht. Wenn ich liegenbleibe, wächst vielleicht etwas Moos über den Morgen.«

»Ich dachte, wie verrückt das doch ist, wenn ausgerechnet mit dem Fehlen des Schnees die Wärme des Winters verloren ist. Das Geborgensein in wattierten Gassen. Fragte mich, ob sich das sanfte Knarzen unter den Schuhen einhäkeln lässt und mit welchem Garn. Dachte daran, dass ich weder häkeln noch Schnee machen kann. Dafür manchmal Lärm um nichts. Und manchmal Stille aufschreiben.«