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Juridicum

Nicht nur wegen seiner Außengestalt und der imposanten Wandgestaltung von Victor Vasarely ist das Juridicum ein beeindruckendes Beispiel für die Architektur der Nachkriegsmoderne. Das 1967 fertiggestellte Gebäude der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn sollte zusammen mit dem wenig älteren Bau der Universitäts- und Landesbibliothek dem Stadtbild ein neues Gesicht verleihen. Dabei bietet seine von der Straße zurückgesetzte Bauweise im Grünen eine direkte Parallele zu dem ebenfalls an der Adenauerallee gelegenen Komplex. 

Der sechste Architekturführer der Bonner Werkstatt Baukultur nähert sich in bewährter Weise mit historischen Bildern, Detailaufnahmen, Baugeschichte sowie einem kurzen Pressespiegel dem Juridicum und bietet so weit mehr als eine reine Zustandsbeschreibung. 

»Die zeitlose Baugestaltung des Juridicums, die großzügigen Foyers und Außenanlagen sowie die geschickte räumliche Aufteilung des Baukörpers in Hörsaal-, Bibliotheks- und Institutsbereiche überzeugen auch heute noch«, schreibt Rainer Hüttemann, seit 2014 Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, in seinem Grußwort und mahnt an: »Leider werden diese inneren Werte gegenwärtig durch den ungepflegten äußeren Zustand überdeckt. Auch das Vasarely-Mosaik ist inzwischen gefährdet. Es ist an der Zeit, dass die ursprüngliche Qualität des Gebäudes durch eine umfassende Außensanierung wiederhergestellt wird.«