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Leseprobe

Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät (Juridicum)

Adresse: Adenauerallee 24–42 / Bonn-Zentrum
Baujahr: 1963–1967
Bauherr: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn / Staatshochbauverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
Architekt: Albert Wernicke, Helmut Heinemann, Wolfgang Himmel, Hermann Balzer, Heinrich Braun, Heinrich Raderschall (Garten)

Das Ensemble besteht aus einem zweigeschossigen Flachbau für Hörsäle, parallel zur Adenauerallee (teils mit Oberlichtern), und zwei Türmen für Büros, Seminarräume und Bibliothek (fünfgeschossig an der Ost-, siebengeschossig an der Westseite), verbunden durch schmale, verglaste Gänge. Die Zurücknahme aus der Straßenflucht und die vorgelagerte Gartenanlage betonen die städtebauliche Wirkung. Der Stahlbetonskelettbau ist außen von hochwertigem gestocktem Beton, weißen Brüstungen und Fensterbändern in Leichtmetallrahmen geprägt. Besonderer Schmuck ist das in Feuer-Emaille-Technik ausgeführte Mosaik von Victor Vasarely. Im Inneren ist die auf zwei Geschosse verteilte, große helle Eingangshalle mit ihrem eleganten Treppenhaus das Herzstück. Qualitätvolle Details aus der Bauzeit wie hölzerne Türen und Wandverkleidungen sowie Reste der Gartengestaltung in den Innenhöfen sind erhalten. Bedauerlich ist der Verlust der originalen Handläufe bei der Haupttreppe. Das Juridicum steht für eine Formensprache der Nachkriegszeit, die auf die Klassische Moderne der 1920er Jahre Bezug nimmt.

Martin Bredenbeck

 

(Dieser Text hat es aus Platzgründen nicht ins Heft geschafft, zumal die Werkstatt Baukultur dem Juridicum bereits ein eigenes Heft gewidmet hat.)